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Leitfaden zur Ausschreibungssicherheit (ViA) 2026: wichtige Änderungen für Zertifikatsinhaber

Die Änderungen in ViA 2026 haben direkte Auswirkungen auf Bauunternehmen, Lieferanten, Beratungsfirmen und Kunden in der Baubranche. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die wichtigsten Änderungen und was sie für Ihr Unternehmen bedeuten.

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Was ist ViA und wie verhält es sich zu SCL?

Safety in Tendering (ViA) ist eine Vereinbarung im Rahmen des Governance Code Safety in Construction. Die Auftraggeber fordern einen Mindestreifegrad der Sicherheitskultur in Ausschreibungen.

Um die ViA-Anforderungen zu erfüllen, müssen die Bieter ihre Sicherheitskultur mit einem anerkannten Mittel nachweisen.

Die Safety Culture Ladder (SCL) ist ein anerkanntes Instrument für diesen Zweck. Ein SCL-Zertifikat oder eine SCL-Erklärung (SCL Light) kann verwendet werden, um nachzuweisen, dass das erforderliche Niveau erreicht wurde.

Wichtigste Änderungen in der Leitlinie ViA 2026

1. Verpflichtende Stufe 3 ab 1. Juli 2026

Ab dem 1. Juli 2026 gilt für Aufträge ab 100.000 € eine verbindliche ViA-Anforderung der Stufe 3 für:

  • Auftragnehmer
  • Zulieferer
  • Beratungsunternehmen

Auch Auftraggeber verpflichten sich zu diesem Niveau.

Dies bedeutet, dass Unternehmen rechtzeitig prüfen sollten, ob ihre derzeitige Sicherheitskultur und -zertifizierung den neuen Anforderungen von ViA 2026 entspricht.

2. Terminologie geändert: von 'Stufen' zu 'Levels'

Der Begriff "Stufen" wird in dem aktualisierten Leitfaden nicht mehr verwendet. Von nun an werden sie als Stufen bezeichnet.

Diese Änderung schafft Raum, um in Zukunft weitere Nachweise hinzuzufügen, z. B. auf der Grundlage der Hudson's Safety Ladder.

3. Approved Self Assessment entfällt

Die "Approved Self Assessment" ist hinfällig geworden.

Sie wurde durch SCL Light als anerkanntes Nachweisverfahren für kleine Organisationen ersetzt.

4. Risikomatrix nicht mehr entscheidend

Die Risikomatrix wird nicht mehr zur Bestimmung der erforderlichen Nachweise herangezogen.

Organisationen können im Rahmen des Leitfadens und des Systemadministrators selbst bestimmen, welche anerkannten Nachweismittel sie zur Erfüllung der ViA-Anforderung verwenden.

CA-MAX und ViA: Stand der Dinge

Die SSVV hat auf dem bestehenden SCC-Unternehmenszertifikat ein Verhaltensmodul entwickelt: SCC-MAX.

Im Auftrag des Governance Code Safety in Construction untersuchen die Universität Antwerpen und TNO derzeit die Gleichwertigkeit von VCA-MAX im Vergleich zu den bestehenden anerkannten ViA-Zertifikaten.

Es wird erwartet, dass in Kürze Klarheit über die mögliche Aufnahme von VCA-MAX in den ViA-Leitfaden geschaffen wird.

Was bedeutet dies für Ihre Organisation?

Organisationen, die an Ausschreibungen im Bausektor teilnehmen, tun gut daran, rechtzeitig zu prüfen:

  • Ob Stufe 3 ab dem 1. Juli 2026 anwendbar ist
  • welches Nachweisverfahren am besten geeignet ist
  • ob zusätzliche Schritte im Rahmen des Sicherheitsmanagements erforderlich sind

Eine rechtzeitige Vorbereitung verhindert Verzögerungen bei Ausschreibungen.

Bei Fragen zu den Auswirkungen auf Ihre Zertifizierung oder den zu treffenden Maßnahmen wenden Sie sich bitte an

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