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VCA-MAX innerhalb von ViA anerkannt: Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?

Ab dem 1. Juli 2026 ändert sich etwas Wichtiges für viele KMU-Unternehmen, die in den Bereichen Bauwesen, Infrastruktur, Technik und Industrie tätig sind. VCA-MAX wird ab diesem Zeitpunkt als ergänzender Nachweis für die Sicherheitskultur im Rahmen des überarbeiteten Leitfadens „Sicherheit bei Ausschreibungen“ (ViA) anerkannt. Für Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern bietet dies neue Möglichkeiten, die Anforderungen an die Sicherheitskultur zu erfüllen. Aber was ändert sich genau? Für welche Unternehmen ist dies interessant? Und wann bleibt eine SCL-Zertifizierung die richtige Wahl?

Normec NCK Normec Certification Institute
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Was ändert sich ab dem 1. Juli 2026?

Der Governance-Kodex für Sicherheit (GCVB) hat beschlossen, VCA-MAX als ergänzendes Nachweismittel für die Sicherheitskultur im Rahmen von „Sicherheit in Ausschreibungen“ (ViA) anzuerkennen. Diese Entscheidung basiert auf einer Studie von TNO und der Universität Antwerpen, in der die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen VCA-MAX und SCL-Stufe 3 untersucht wurden.

Aus dieser Untersuchung geht hervor, dass VCA-MAX in vielen Bereichen mit den Zielen im Bereich der Sicherheitskultur übereinstimmt. Daher erhalten KMU-Unternehmen ab dem 1. Juli 2026 eine zusätzliche Möglichkeit, die ViA-Anforderungen zu erfüllen.

VCA-MAX besteht aus der bestehenden VCA-Zertifizierung, ergänzt durch das VCA-MG (Verhaltensmodul). Mit anderen Worten: Ihre reguläre VCA-Zertifizierung bildet zusammen mit dem VCA-MG VCA-MAX.

Diese Anerkennung gilt ausschließlich für Unternehmen mit maximal 250 Mitarbeitern. Für Arbeiten an der Bahn bleibt SCL aufgrund der spezifischen Anerkennungsregelung von ProRail die vorgeschriebene Methode.

Was bedeutet das für KMU?

Für viele Unternehmen ändert sich in der Praxis mehr als nur eine neue Anerkennung.

Viele Organisationen verfügen bereits über ein VCA*-, VCA**- oder VCA-P-Zertifikat. Dank der Anerkennung von VCA-MAX können Organisationen mit maximal 250 Mitarbeitern diese bestehende Zertifizierung um das ergänzende Verhaltensmodul erweitern.

Dadurch muss kein separater Zertifizierungsprozess für die Sicherheitskultur eingerichtet werden. Unternehmen bauen auf einem System auf, das sie bereits kennen, und erfüllen gleichzeitig die Anforderungen an die Sicherheitskultur im Rahmen von ViA.

Davon profitieren vor allem Unternehmen aus den Bereichen Bauwesen, Infrastruktur, Technik und Industrie. Sie können Sicherheit und Sicherheitskultur effizienter innerhalb einer vertrauten Struktur organisieren, die bereits Teil ihrer Betriebsabläufe ist.

Darüber hinaus ist im Rahmen des überarbeiteten ViA-Leitfadens ab dem 1. Juli 2026 mindestens Stufe 3 für Partner in der Lieferkette bei Verträgen ab 100.000 € vorgeschrieben. Für viele KMU bietet VCA-MAX daher eine praktische Möglichkeit, diese Anforderungen zu erfüllen.

Die Sicherheitskultur spielt eine größere Rolle

Bei der Änderung geht es nicht nur um die Zertifizierung, sondern vor allem um die Art und Weise, wie Organisationen mit Sicherheit umgehen.

Während Sicherheit früher oft anhand von Verfahren und Dokumenten bewertet wurde, verlagert sich der Fokus zunehmend auf das tägliche Verhalten am Arbeitsplatz.

Das bedeutet unter anderem, dass Organisationen nachweisen müssen:

  • dass die Mitarbeiter verstehen, warum Sicherheitsvorschriften wichtig sind;
  • dass Kollegen den Mut haben, sich gegenseitig auf unsicheres Verhalten anzusprechen;
  • dass Risiken früher erkannt und gemeldet werden;
  • und dass Führungskräfte sichtbar zu einem sicheren Arbeitsumfeld beitragen.

Eine starke Sicherheitskultur trägt nicht nur zur Erfüllung der Anforderungen der Auftraggeber bei, sondern kann auch zu weniger Vorfällen, geringeren Ausfallkosten und einem sichereren Arbeitsumfeld für die Mitarbeiter führen.

Warum sollten Sie sich für VCA-MAX entscheiden?

Für viele Organisationen lässt sich VCA-MAX gut in die bestehende VCA-Zertifizierung integrieren.

Anstatt ein komplett neues System aufzubauen, können Organisationen die zusätzlichen Anforderungen zur Sicherheitskultur in ihr bestehendes Arbeitsschutzmanagementsystem integrieren. Dadurch bleibt die Vorbereitung übersichtlich und es muss kein paralleles Handbuch oder separates SCL-System eingerichtet werden.

Wenn die reguläre VCA-Zertifizierung und das VCA-Modul „Verhalten“ (MG) kombiniert durchgeführt werden, ergeben sich darüber hinaus zusätzliche Vorteile. Die Audits können vorzugsweise integriert geplant werden, wodurch die Vorbereitung effizienter verläuft und die Gesamtdurchlaufzeit kürzer sein kann, als wenn beide Prozesse separat durchgeführt werden.

Neben der üblichen Bewertung von Prozessen und Kontrollmaßnahmen prüfen die Auditoren unter anderem

Was ändert sich bei einem VCA-MAX-Audit?

  1. 1.

    Das Sicherheitsbewusstsein der Mitarbeiter

  2. 2.

    Einstellung und Verhalten am Arbeitsplatz

  3. 3.

    Die Art und Weise, wie Führungskräfte Sicherheit fördern

  4. 4.

    Die Interaktion zwischen Kollegen

  5. 5.

    Das Ausmaß, in dem Sicherheit ein sichtbarer Bestandteil des Arbeitsalltags ist

Dadurch verlagert sich ein Teil des Audits von der Überprüfung von Dokumenten hin zu Gesprächen mit Mitarbeitern und Beobachtungen am Arbeitsplatz. So entsteht ein umfassenderes Bild davon, wie Sicherheit innerhalb der Organisation tatsächlich gelebt wird.

Wann entscheiden Sie sich für VCA-MAX und wann bleibt SCL die richtige Wahl?

Obwohl VCA-MAX neue Möglichkeiten bietet, ist es nicht in allen Situationen eine Alternative zu SCL.

SCL bleibt die geeignete Wahl für:

  • Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern;
  • Arbeiten an der Bahnstrecke, bei denen ProRail ausdrücklich SCL vorschreibt;
  • Situationen, in denen Auftraggeber ausdrücklich eine SCL-Zertifizierung verlangen.

Für viele KMU-Unternehmen kann VCA-MAX hingegen ein geeigneter Weg sein, um die Anforderungen an die Sicherheitskultur im Rahmen von „Veiligheid in Aanbestedingen“ (ViA) zu erfüllen. Welche Zertifizierung am besten passt, hängt letztendlich von den Arbeiten, den Anforderungen der Auftraggeber und der spezifischen Situation des Unternehmens ab.

Eine Entwicklung, die den Markt in Bewegung bringt

Normec NCK geht davon aus, dass die Anerkennung von VCA-MAX dazu führen wird, dass viele KMU-Unternehmen ihre Zertifizierungsstrategie neu überdenken.

Für kleinere Unternehmen erweist sich ein vollständiger SCL-Prozess in der Praxis oft als organisatorisch aufwendig und kostspielig. Durch die Anlehnung an die bestehende VCA-Struktur senkt VCA-MAX diese Hürde und schafft eine praktische Alternative für Unternehmen, die ihre Sicherheitskultur nachweisen möchten.

Darüber hinaus trägt die Änderung zu mehr Einheitlichkeit innerhalb der Lieferkette bei. Hauptauftragnehmer können leichter beurteilen, ob Lieferkettenpartner die gestellten Sicherheitsanforderungen erfüllen, während Unternehmen weniger mit unterschiedlichen Registrierungen und separaten Zertifizierungsprozessen zu tun haben.

Möchten Sie wissen, welches Zertifizierungsverfahren am besten zu Ihrer Organisation passt?

Die Änderung bietet neue Möglichkeiten, aber nicht jede Organisation hat die gleichen Verpflichtungen oder Bedürfnisse. Die Spezialisten von Normec NCK helfen Ihnen gerne dabei, zu ermitteln, welche Zertifizierung am besten zu Ihrer Organisation und den Anforderungen Ihrer Auftraggeber passt.

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